Mit dem seit August 2026 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gemäß GaFöG rückt neben dem Ausbau der Angebote eine zweite Aufgabe stärker in den Mittelpunkt: die Organisation. Betreuungsangebote, Kapazitäten, Anmeldungen und Vergaben müssen so zusammengeführt werden, dass Abläufe für Familien, Schulen, Träger und Verwaltung nachvollziehbar bleiben.
Für Bürgermeister:innen rückt damit auch die strategische Umsetzung in den Fokus. Entscheidend ist, den Rechtsanspruch vor Ort verlässlich zu organisieren, ohne neue Parallelstrukturen und unnötigen Verwaltungsaufwand aufzubauen. Gleichzeitig müssen Lösungen mitwachsen können, da der Anspruch bis zum Schuljahr 2029/2030 schrittweise auf alle Kinder der ersten bis vierten Klasse ausgeweitet wird.
Digitale Unterstützung kann helfen, Bedarfe und freie Kapazitäten frühzeitig sichtbar zu machen und die beteiligten Stellen besser zusammenzuführen. Ein Beispiel dafür ist die Fachsoftware NOLIS | Schulkind. Bewährte Ansätze aus der digitalen Kita-Platzvergabe sind dafür in eine eigenständige Lösung eingeflossen und wurden gezielt an die besonderen Anforderungen der Schulkindbetreuung angepasst. Eltern informieren sich online über Angebote, während Kommunalverwaltung, Schulen und Träger Auslastungen und Betreuungsbedarfe im Blick behalten und Anmeldungen sowie Platzvergaben strukturiert organisieren können.
Wer sich mit der praktischen Umsetzung des Ganztagsanspruchs beschäftigt, kann das Thema am 1. Dezember 2026 beim Infotag E-Government und Digitalisierung in Hannover vertiefen. Im Vortrag „Rechtsanspruch Ganztagsbetreuung – wie NOLIS | Schulkind Kommunen unterstützt“ zeigt NOLIS-Geschäftsführerin Maren Warnecke, wie sich Ganztags- und Ferienbetreuungsangebote von der Anmeldung bis zur Platzvergabe digital abbilden lassen.Darüber hinaus berichten beim Infotag weitere Referentinnen und Referenten aus konkreten Digitalisierungsprojekten und geben Einblicke in Herausforderungen, Lösungswege und Erfahrungen aus der kommunalen Praxis. So entstehen Anregungen für die eigene Verwaltung und zugleich viele Gelegenheiten für den persönlichen Austausch auf Augenhöhe. Für Mitarbeitende aus Kommunalverwaltungen ist die Teilnahme kostenfrei.
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